Lustvoll Reisen - Amsterdam

Nach einer kurzen Sommerpause melden wir uns nun endlich zurück! Dieses Mal wollen wir euch einen kleinen sinnlichen Reisebericht erstatten von unserem Kurztrip nach Amsterdam. Dort haben wir ein paar interessante und spannende Dinge rund um das Thema Erotik entdeckt!

Dass wir diesen Sommer in Amsterdam landen, haben wir erst ein paar Tage vor Reiseantritt entschieden da wir unsere komplette Urlaubsplanung - die wir uns dank Campingausrüstung bewusst spontan offen gehalten hatten - kurzerhand umgeworfen haben. Dort haben wir uns auch nur einen Tag eingeräumt und konnten entsprechend nicht sehr viel vorher planen. Das hat uns aber nicht groß geschadet, da wir so kein vollgepacktes Touriprogramm abarbeiten mussten, sondern uns mal hier und mal dahin bewegt haben um genau das anzusehen was uns interessiert. Bloß zwei Dinge hatten wir fest gebucht: Eine typische Grachtenfahrt, um die Stadt vom Wasser aus zu erkunden, und einen Besuch im Body Worlds, im deutschsprachigen Raum unter dem Namen Körperwelten bekannt. Diese Ausstellungsreihe war (oder ist es immer noch) teils recht umstritten, wir haben uns jedoch zu einem Besuch entschlossen, da wir – nicht nur in sexueller Hinsicht – sehr interessiert am menschlichen Körper sind.

Im Body Worlds Amsterdam, dessen Ausstellungsthema sich rund um das Glücklich sein dreht, gibt es eine (von insgesamt sechs) Etagen, in der es nur um die Sexualität und die Reproduktion des Menschen geht. So kann man neben interessanten Fakten rund um die menschlichen Geschlechtsteile auch die Anatomie der selbigen anschauen. Auch die Anatomie während des Verkehrs wird anhand von zwei plastinierten Körpern gezeigt. Dort erfährt man dann (logischerweise) auch, dass Sex durch viele verschiedene körperliche Vorgänge zum Glücklich sein beiträgt. Ein Besuch in dieser Ausstellung lohnt wirklich auf jeden Fall, wenn man sich die einzelnen Systeme und Teile des Körpers mal im Detail ansehen möchte. Wir haben beide festgestellt, dass man sich die Komplexität des menschlichen Körpers überhaupt nicht so detailliert vorstellen kann wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat.

In Amsterdam gibt es im und um das wirklich schöne Rotlichtviertel "de Wallen" viele Museen rund um Sex, Prostitution und Erotik. Online haben wir häufig gelesen dass sich ein Besuch nicht lohnt weil die Museen zum Teil sehr klein sind und durcheinander oder veraltet wirken. Da zusätzlich unsere Zeit knapp war, haben wir uns keines der Museen angeschaut; wenn wir mal etwas länger in Amsterdam sind und mehr Zeit haben, wollen wir uns aber wenigstens eins ansehen. Dann möchten wir ebenfalls mal in den Genuss einer Live-Show kommen. Der nächste Trip wird definitiv länger und sündiger…

Das Rotlichtviertel haben wir uns aber allgemein von außen genauer angesehen. Es ist durch die grundsätzliche Romantik Amsterdams und die Grachten wirklich sehr schön und wirkt nicht so schäbig wie vergleichbare Rotlichtmeilen in anderen Großstädten. Die sich anbietenden Damen sitzen in kleinen telefonzellengroßen Räumen mit bodentiefen Fenstern zur Straße hin und können so ganz offen - von Herren wie von Damen die vorbeilaufen - angeschaut werden. Von diesen Schaufenstern gibt es wirklich sehr viele. Da wir am frühen Abend dort waren, standen noch viele der Räume leer, viele konnte man auch noch mieten. Natürlich gibt es auch viele erotische Bars und Sexkinos, die mit kreativen Leuchtreklamen werben.

Die einzigen Geschäfte, die wir von innen gesehen haben, waren die vielen Sexshops. Da wir uns immer gern von neuem Spielzeug inspirieren lassen, haben wir fast jeden Laden mitgenommen den wir finden konnten. Neben einem speziellen Fetisch-Kleidungsladen und einem kleinen Geschäft mit vielen Folterwerkzeugen an der Decke waren die Sexshops sehr durchschnittlich. Die Verkäufer und Verkäuferinnen sind dort durchgehend hilfsbereit und kommunikativ, was uns meist positiv aufgefallen ist. Etwas Neues haben wir auch entdeckt und mitgenommen - zwei Helferlein für das orale Vergnügen des Mannes: Ein Tütchen mit Knisterzucker, das dem Mann zusätzlich ein wenig Spaß bringen soll. Das zweite Helferlein sind besondere Lutschtabletten, die den Rachenraum der Frau etwas betäuben sollen um einen Deep Throat besser zu ermöglichen. Sobald wir diese Dinge ausgiebig getestet haben, werden wir natürlich berichten.

Abends haben wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Vondelpark gemacht. Das ist der zweitgrößte Park in Amsterdam, hier ist es nach Einbruch der Dunkelheit - und mit entsprechendem Abstand zu Spielplätzen - ausdrücklich erlaubt, Sex im Freien zu haben. Da es den halben Tag geregnet hatte, ist dieses Vorhaben leider sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Wir haben dementsprechend außer kleine Gruppen von bekifften Menschen (wie an fast jeder Ecke in Amsterdam) sowie ein paar Radfahrern und wenigen Spaziergängern nichts Knisterndes gesehen. Auch hier besteht definitiv Wiederholungsbedarf, wenn wir noch einmal hier sind.

Wir sind immer gern offen für weitere erotische Tipps was Amsterdam angeht. Solltet ihr noch nicht dort gewesen sein, seht euch die Stadt auf jeden Fall an wenn ihr könnt, es gibt viele sinnliche Dinge zu entdecken!

Gebt euch euren Schlafzimmerlaunen hin!

Bonnie & Clyde