Ein drittes Mal im Bann fremder Hingabe

Letztes Wochenende haben wir uns nun ein drittes Mal in die aufregenden Gefilde eines frivolen Clubs gewagt. Grundsätzlich haben wir für uns beschlossen, dass diese aufregenden Besuche etwas Besonderes bleiben sollen und mit einigen Wochen Abstand genossen werden. Dieses Mal waren es nur drei Wochen, allerdings wird der nächste Besuch frühestens im November wieder möglich sein. Also haben wir die Zeit zwischen den Clubbesuchen etwas verkürzt.

Klassischerweise haben wir den Besuch wir wieder einmal während des Familienbesuchs in Angriff genommen. Dieses Mal wählten wir einen Club, der auf dem Weg dorthin lag. Im Gegensatz zu den anderen beiden Etablissements war dieses Studio recht übersichtlich. Außerdem war es kein Paar-Club und diese Party war auch nicht nur für junge Menschen. Mit einem leicht mulmigen Gefühl machten wir uns auf den Weg zu der Party. Dass höchstwahrscheinlich viele Menschen jenseits der 40 da sein würden, war für uns kein Problem. Wir machten uns nur etwas Sorgen wegen der Solo-Herren, die vermutlich anwesend sein würden. Oft hatten wir gelesen, dass es lästig werden kann, von besagten Herren verfolgt zu werden. Ein Nein ist ein Nein, das ist klar, wir hatten keine Sorge dass wir belästigt oder angepackt werden wenn wir es nicht wollten. Wir konnten uns allerdings gut vorstellen, dass es die Erotik stark beeinträchtigt, wenn fünf Herren dicht am Geschehen stehen und dabei selbst Hand anlegen. Aber auch hier wollten wir uns die Sache erst einmal anschauen bevor wir darüber urteilen.

In dem Erotiknetzwerk unseres Vertrauens hatten wir ein entsprechendes Dategesuch in die Veranstaltung gesetzt, in der Hoffnung dass wir ein nettes Paar finden, welches uns begleitet. Damit wir nicht so wie beim letzten Mal stundenlang verloren durch das Etablissement streifen. Am Tag des Besuchs schrieb uns dann tatsächlich ein junges Paar an - wir nennen die beiden Frances und Johnnie. Sie schlugen vor, sich mit uns vor der Türe des Clubs zu treffen und dann zusammen in den Abend zu starten. Dieses Angebot nahmen wir gerne an.

Nachdem wir uns umgezogen hatten (wir hatten die gleichen Sachen an wie bisher auch), setzten wir uns nach draußen und fingen an, uns zu unterhalten. Die beiden sind fast jedes Wochenende in dem Club und haben sich auch dort kennengelernt. Ein paar Monate waren die beiden nun zusammen und hatten ein intensives Sexleben. Frances hat erst vor Kurzem ihre Bi-Neigung entdeckt und möchte die wenigen Erfahrungen, die sie bisher gemacht hat, gern ausbauen. Ansonsten haben die beiden für sich auch den Partnertausch vorerst ausgeschlossen, Berührungen sind in Ordnung und erwünscht. Da stimmten unsere Interessen auf jeden Fall schon einmal überein.

Nachdem es uns draußen zu kalt wurde, wechselten wir in den Lounge-Bereich bei der Bar. Wir unterhielten uns weiter, nicht zuletzt wegen des Alkohols lockerte sich die Stimmung merklich und die Gespräche wurden freier. Mit anderen Gästen hatten wir gar keinen Kontakt, wir haben uns über ca. 3 Stunden nur mit Frances und Johnny unterhalten. Die Sympathie wuchs stetig. Schließlich machten wir uns auf eine kurze Tour durch den Club. Dies war schnell erledigt; in der oberen Etage waren zwei kleinere und ein größerer Raum zu finden, dazu gab es noch zwei Duschen. Unten lag neben dem Barbereich die Umkleide, die durch ein Zimmer erreicht wurde, in dem eine Whirlwanne stand sowie ein Gynäkologenstuhl. Zusätzlich gab es unten auch noch ein Paarzimmer. Das steuerten wir vier dann an. Darin befanden sich ein Bett, eine zweite große Whirlwanne, ein Andreaskreuz und eine Toilette. Sonderlich viel Platz war dort nicht, und das Andreaskreuz war bereits in Benutzung.

Wir machten es uns auf dem Bett bequem. Erst kümmerten sich die Herren um ihre eigene Lady. Dann verirrten sich die Hände zunehmend beim anderen Paar. Clyde war erst noch etwas zögerlich, aber als Johnnie Clydes Hand zu Frances' Brüsten führte, war auch diese Hemmung verloren und wir vier verschmolzen und gaben uns dem Knistern hin. Bonnie und Frances küssten sich immer wieder und überall waren Hände zu spüren. Zwischendurch war der Raum mit fünf Paaren fast überfüllt, aber das störte uns nicht. Was zwischenzeitlich kurz etwas die Stimmung trübte, war eine Frau, die mit ihrem Herren direkt neben uns aktiv war. Zwischendurch stand sie dann einfach auf und ging zur Toilette, die sich drei Meter neben dem Bett befand. Da dort keine Tür oder wenigstens ein Sichtschutz zwischen der Toilette und dem Rest des Raumes war, ist dies schon eine sehr seltsame Situation gewesen. Unserem Knistern tat dies aber kaum einen Abbruch. Zwischendurch verirrte sich noch ein Solo-Herr im Paar-Raum und wollte nicht einsehen, dass er unerwünscht war. Nachdem Johnny und ein anderer Herr ihn mehrmals freundlich baten, zu gehen, verzog er sich hinter den Vorhang, der die Tür des Raumes ersetzte, und spähte nun von dort aus hinein. Aber auch dies störte unsere aufgeheizte Stimmung kaum und wir gaben uns weiter unseren Begierden hin, Hände wanderten, liebkosten und stimulierten. Nach und nach erreichte dann jeder von uns seinen Höhepunkt und wir fielen erschöpft in die Kissen. Nur Frances blieb es leider verwehrt, da sie sich durch die Umstände nicht genug entspannen konnte, um sich vollends fallen zu lassen.

Wir begaben uns, immer noch im Sinnestaumel, zurück in den Lounge-Bereich und stießen auf den gelungenen Abend an. Wir waren gar nicht mit der Erwartung hergekommen, unbedingt aktiv zu werden. Wir waren froh, ein anderes Paar dort zu haben, mit dem wir uns unterhalten konnten und auch so einen schönen Abend zu haben. Dass es sexuell passt, ist ein schöner Zufall gewesen und sozusagen ein besonderes Bonbon für diesen lockeren Abend. Wir haben es wirklich sehr genossen und haben mit den beiden die Nummern ausgetauscht, um in Kontakt bleiben zu können und vielleicht eine Freundschaft zu entwickeln.

Da der Club bereits um 2 Uhr schloss und schon um 1 Uhr recht leergefegt war, machten wir uns um halb 2 auf die Weiterreise zur Familie. Dies war definitiv ein erinnerungswürdiger Clubbesuch. Die Solo-Herren haben uns im Endeffekt gar nicht gestört, da man als Paar eine Rückzugsmöglichkeit hatte. Auch in der Bar beschränkten sich die Herren auf das Anschauen und maximal auf das Ansprechen. Für zukünftige Besuche außerhalb von Pärchenclubs nimmt uns das auf jeden Fall einen Stück weit die Anspannung. Im Allgemeinen haben wir nun das Gefühl, Clubbesuche entspannter anzugehen. Wir wissen grob, was uns erwartet. Wir fühlen uns nicht mehr als die absoluten Anfänger. Vom Status der Fortgeschrittenen sind wir allerdings trotzdem noch weit entfernt. Aber den Anspruch, irgendwann als solche durchzugehen, haben wir auch nicht. Es soll ja immer etwas Besonderes bleiben und niemals zur Routine werden.

Gebt euch euren Schlafzimmerlaunen hin!

Bonnie & Clyde

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