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Solo-Spiele in der Beziehung

Der Sex ist in einer Beziehung im Idealfall erfüllend und überaus befriedigend. Manchmal schleicht sich nach einiger Zeit Routine und Langeweile ein. Dass da jeder selbst gern mal Hand anlegt, lässt sich fast nicht vermeiden. Aber selbst wenn die Liebesspiele beide Partner zur Genüge ausfüllen, kann es durchaus vorkommen, dass der eine oder die andere ab und zu mal dem Solo-Vergnügen frönt. Oder?

Bei uns kommt aktuell im Bett definitiv keine Langeweile auf, das könnt ihr euch anhand der ganzen Blogeinträge sicherlich denken. Trotzdem kommt es beizeiten mal vor, dass einer von uns beiden sich selbst verwöhnt. Das passiert jedoch meist nur dann, wenn wir voneinander getrennt sind. Wenn Bonnie zum Beispiel allein zuhause ist und die Lust und der Gedanke an Clyde nicht mehr auszuhalten ist. Anders herum sieht es ähnlich aus. Dies ist für uns beide völlig in Ordnung, da der/die eine ja jeweils nicht anwesend ist, um die Lust der/des anderen zu befriedigen.

Anders sieht es aus, wenn wir die Zeit zusammen verbringen. Bonnie fände es in dem Fall nicht in Ordnung, würde sich Clyde beispielsweise allein in einem Zimmer einschließen und sich vergnügen, ohne vorher auszuloten, ob Bonnie vielleicht Lust auf ein gemeinsames Spiel hat. Dies hat sie in einer früheren Beziehung leider des Öfteren erlebt; es hat ihr mehrmals das Gefühl gegeben, unzureichend zu sein. Für sie ist das eine Sache des Respekts. Auch Clyde fände dies andersherum nicht okay. Wenn im Vorhinein darüber geredet wurde und ein Partner gerade absolut keine Lust auf Sex hat, ist das natürlich etwas anderes. Aber selbst in so einem Fall lösen wir das lieber auf eine andere Art und Weise.

Das muss so natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Manche Frauen sind vielleicht sogar froh darüber, wenn sie sich denken können, dass der Herr sich gerade "heimlich" selbst berührt, weil sie dann wieder etwas Ruhe haben vor der ewig währenden Lust des Geliebten. Aber unserer Meinung nach sollte es so genau nicht sein, weil dies zum Ausdruck bringt, dass beiden Partnern die Lust und die sexuellen Bedürfnisse des jeweils anderen egal sind. Beispielsweise ist es in diesem Fall der Frau egal, dass er schon wieder Lust hat, und dem Mann ist es egal, was seine Partnerin darüber denkt oder ob sie vielleicht auch gerade Lust hat. Auf Dauer treibt es das Paar - zumindest sexuell - auseinander. Genau deshalb ist die Kommunikation zwischen den Partnern so enorm wichtig.

Sollte der Mann zum Beispiel ein passionierter Pornokonsument sein, kann er erst einmal versuchen, ganz offen mit seiner Partnerin darüber zu reden und sie mit in dieses Spiel zu integrieren. Hierbei sollte die Frau natürlich auch dafür offen sein, dies einfach mal auszuprobieren. Ist dies nichts für sie, der Mann möchte aber gern öfters Pornos schauen, dann sollte das natürlich auch in Ordnung sein. Solange die Frau darüber informiert ist und ihr das Gefühl gegeben wurde, dass sie aus der Vorliebe nicht ausgeschlossen ist und dass der Mann die Pornos nicht schaut, weil seine Frau ihm nicht genügt, dann sollte er weiterhin seinem Hobby nachgehen dürfen. Wenn die Frau von vornherein mit Ablehnung reagiert, ist es natürlich auch kein Wunder, dass der Herr heimlich seiner Lust frönt. In einer Beziehung ist es ungemein wichtig, für alle Anliegen des Partners offen zu sein und Kompromisse einzugehen.

Eine sehr anregende Sache kann auch sein, wenn sich beide Partner an sich selbst Hand anlegen während sie sich dabei gegenseitig zuschauen. So kann man sich gegenseitig anheizen und die Situation so richtig auskosten, bis man es nicht mehr aushält und dann irgendwann übereinander herfällt. Oder eben auch nicht... ;)

Grundsätzlich ist Selbstbefriedigung natürlich keines Falls etwas schlechtes! Niemand sollte dazu gezwungen sein, diese Art der eigenen Sexualität zu unterdrücken. Die Kommunikation darüber kann aber gewiss zu einem besseren Gefühl beider Partner beitragen.

Gebt euch euren Schlafzimmerlaunen hin!

Bonnie & Clyde

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