Die ersten Amouren im frivolen Etablissement

Wir haben es getan! Daher auch der verspätete Eintrag... wir waren tatsächlich in einem Swingerclub. Da ein Familienbesuch einige Kilometer von unserer Wahlheimat entfernt anstand, entschieden wir uns, mal nachzuschauen was dort in den einschlägigen Einrichtungen für Veranstaltungen ins Haus standen. Und siehe da, ein Club veranstaltete einen Abend für junge Paare. Über unsere Lieblingscommunity im Netz meldeten wir uns kurzerhand für die Veranstaltung an.

Photo by Leandro de Carvalho on Pixabay

Auf dem Weg zur Verwandtschaft sprachen wir nochmal unsere Vorstellungen und No-Gos durch: Alles nur im Doppelpack, keine Penetration, Streicheln anderer erlaubt und Bonnie darf den weiblichen Part des Paares auch mit dem Mund liebkosen. Als der Tag der Veranstaltung dann gekommen war, waren wir beide recht aufgeregt und der Besuch stand kurz vor dem Aus, da Bonnie ein bisschen Muffensausen bekam. Allerdings war ihr klar, dass sie sich wochenlang über die verpasste Gelegenheit ärgern würde... Also kamen wir mit etwas Verspätung an der recht unscheinbar aussehenden Location an. Als wir vor dem Eingang standen, bekam Clyde schlussendlich auch Herzklopfen. Aber wir haben den Schritt gewagt und sind erwartungsvoll eingetreten. Wir wurden sehr nett begrüßt und uns wurde kurz erklärt, wo wir was finden. Dann machten wir uns auch schon auf den Weg zu unserem Spind und zogen uns unsere offenherzige Kleidung an.

Bonnies Outfit bestand aus halterlosen Strümpfen, schwarzen Peeptoes, einem Spitzenhöschen und einem Spitzen-BH, darüber zog sie sich erstmal noch einen knappen Satin-Kimono, den Sie allerdings recht schnell wieder ablegte, da es in dem Club doch recht warm war. Clyde hatte keinen Gefallen an den üblichen im Sexshop käuflich erwerbbaren Erotikklamotten für den Mann gefunden (Bonnie übrigens auch nicht) und entschied sich für klassische Retroshorts und zog eine Weste dazu an. An den Füßen hatte er schwarze Slipper.

Mit einem leicht mulmigen Gefühl begaben wir uns in den Barbereich und bestellten uns erstmal ein Glas Sekt zur Auflockerung. Wir ließen unsere Blicke schweifen und fühlten uns etwas beobachtet (ob die Leute merkten, dass wir Frischlinge sind?), das Gefühl verflog allerdings nach ein paar Minuten. Dann beschlossen wir, uns überall umzusehen. Neben dem Duschbereich und einem Indoor-Pool - der aus Hygienegründen allerdings zum Glück sexfreie Zone war - gab es einen SM-Raum und in der oberen Etage fanden sich einige atmosphärisch thematisierte Räume in denen jeweils je nach Bereich zwei bis acht Paare Platz fanden. Zusätzlich gab es noch einen großen Raum mit viel Platz für bis zu 50 Personen... So viele Menschen tummelten sich allerdings nicht dort, trotzdem war es ein ungewohnter Anblick. Im Allgemeinen war es eine neue, jedoch anregende Situation, überall verschiedenen Paaren beim Akt zuzuschauen und aus mehreren Ecken und Räumen lustvolles Stöhnen zu vernehmen. Vorerst flüchteten wir in den Außenbereich und besprachen kurz, was wir nun vorhatten. Dazulegen wollten wir uns logischerweise nicht einfach, wir waren ja nicht nur zum anonymen Schäferstündchen hier. Wir waren der Meinung, dass man vorher auch mindestens Kommunikativ auf einer Wellenlänge liegen muss und ungefähr wissen sollte, was die potenziellen Gespielen suchen oder ausschließen.

Vorerst entschieden wir uns, in einem kleinen mit Vorhang verschließbaren Separee zu zweit etwas zu spielen, da in den letzten Tagen nicht so viel Zeit dafür war und Clyde vor einer eventuellen Begegnung mit einem anderen Paar ein wenig Spannung abbauen wollte. Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg an die Bar, um etwas zu trinken. Es war nun an der Zeit, ein Paar anzusprechen. Da an der Bar allerdings gerade wenig los war - viele waren schon mitten drin im Vergnügen - entschieden wir uns, trotz dass wir nicht rauchen, raus in den Raucherbereich zu gehen, da dort scheinbar die meisten Gespräche geführt wurden. Wie sich einige Augenblicke später herausstellte, war es die beste Entscheidung, die wir an dem Abend treffen konnten.

Ein wenig verhalten setzten wir uns zu einer Handvoll von Leuten, die alle in Gesprächen vertieft waren. Doch es sollte nicht lange dauern, und ein groß gewachsener Mann - wir nennen ihn Clarence - in den Mittdreißigern setzte sich neben Bonnie und frage höflich, ob wir das erste Mal hier sind. Ganz schnell waren wir im Gespräch und erfuhren, dass die beiden zwar vor zwei Jahren das erste Mal in einem Club Erfahrungen gesammelt hatten, dies jedoch erst das dritte Mal für sie war. Dabei waren positive wie auch negative Momente entstanden, großartige Interaktionen mit anderen Menschen waren dort jedoch nicht vorgekommen. Wie wir erfuhren, suchten die beiden ungefähr das Gleiche wie wir - Anschauen und Anschauen lassen, Berührungen erlaubt, jedoch keine Intimitäten und Küsse. Nach einigen Minuten gesellte sich auch Clarences attraktive Partnerin Alabama dazu und wir unterhielten uns zu viert ein wenig über vergangene Erfahrungen und zukünftige Wünsche, bis wir beschlossen, gemeinsam einen Rundgang zu starten um mal zu sehen, was gerade allgemein los war und auf den sogenannten Matten - also den Spielwiesen - so passierte.

Als wir nach ein paar erotischen Eindrücken an einem leeren Raum ankamen, der wie geschaffen für vier Personen war, fragte Clarence ganz beiläufig, ob wir es uns gemeinsam einfach gemütlich machen sollten. Spontan stimmten wir zu, zogen uns die Schuhe aus und legten uns mit einem leicht schüchternen Abstand zu Clarence und Alabama. Wir fingen an, uns zu küssen und spürten recht schnell ein gewisses Knistern im Raum. Parallel fingen Clyde und Clarence an, ihre Partnerinnen zu liebkosen, so dass Bonnie und Alabama nahezu zeitgleich zum Höhepunkt kamen. Behutsam fragte Clyde schließlich, ob jemand etwas dagegen hätte, wenn wir näher rückten, was Clarence und Alabama schnell erleichtert verneinten. Also rückten wir bis auf einen halben Meter auf und gaben uns unseren Partnern weiter hin. Nach wenigen Augenblicken verirrten sich die ersten Hände zaghaft auf den Körpern der jeweils anderen. Besonders Bonnie und Alabama kamen sich schnell näher. Bonnie hatte noch im Kopf, dass die anderen beiden das Küssen ausgeschlossen hatten, also beließ sie es bei der behutsamen Tuchfühlung. Nach einigen sinnlichen Berührungen kam Alabama überraschend doch ganz nah und begann, Bonnie zu küssen. Aus dem Knistern entstand schließlich ein flammendes Feuer und alle vier vergaßen die Welt und gaben sich der Begierde hin. Es fühlte sich wahnsinnig vertraut an und die Lust war nicht zu bremsen. Selbst gelegentliche Zaungäste bemerkten wir wenn überhaupt nur beiläufig. Da jeder die Grenzen der anderen genau kannte, war ein starkes Vertrauen da und jeder konnte sich in die Sinnlichkeit fallen lassen. Es war ein unbeschreiblicher Sinnestaumel, den alle Beteiligten in vollen Zügen genossen und vor allem intensiv spürten.

Nachdem wir zwei zumindest vorerst die vollkommene Ekstase erreicht hatten und uns weiter leicht berührten, schauten wir Alabama dabei zu, wie sie Clarence mit dem Mund verwöhnte, was unsere Erregung auf einem angenehmen Level hielt. Schnell begannen sich die Damen wieder zu berühren und zu küssen, sodass das Feuer wieder entfacht wurde und sich alle vier abermals in der Sinnlichkeit verloren. Schließlich kamen alle (noch) einmal zum Höhepunkt und sanken anschließend leicht erschöpft in die Kissen. Es war ein wahnsinnig befriedigendes, zügelloses, genussvolles, sinnliches und sehr leidenschaftliches Erlebnis, was wir uns vorher nicht im Geringsten zu erträumen gewagt hätten. Nie im Leben hatten wir uns so etwas Schönes vorgestellt.

Wir beschlossen, alle schnell unter die Dusche zu springen, was ein lockeres Gespräch mit sich zog, wo wir alle gemeinsam feststellten, dass wir mit sowas absolut überhaupt nicht gerechnet hatten und es für alle ein sehr einschneidendes Erlebnis war. Zusammen zogen wir weiter in den Tanzbereich und glichen unseren Flüssigkeitsverlust mit einem wohltuenden Getränk aus. Hier unterhielten wir uns noch etwas lernten uns näher kennen. Es passte einfach wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Die Uhrzeit war mittlerweile weit fortgeschritten und in weniger als einer Stunde stand schon das Ende der Veranstaltung bevor. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, noch einmal zu viert einen Streifzug durch das mittlerweile fast komplett leere Obergeschoss zu unternehmen. Bonnie sagte noch zu Clyde, dass es ihr theoretisch für den Abend reichte, da dieses Erlebnis schwer zu toppen war. Allerdings spricht ja nichts gegen ein wenig Zärtlichkeit, um den Abend ausklingen zu lassen.

Ehe wir uns versahen, fanden wir uns allerdings abermals zu viert auf einer kleinen Spielwiese wieder. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, begannen wir erneut, uns gegenseitig aufzuheizen. An vorderster Front wieder Bonnie und Alabama. Es sollte ein wunderschöner Ausklang der Nacht werden - zumindest so lange, bis uns ein Mitarbeiter diskret zu verstehen gab, dass der Club gleich schließt und wir langsam zum Ende kommen sollten. Uns beiden fiel dies in Anbetracht der anregenden Situation nicht schwer, wieder die totale Ekstase zu erreichen. Für Clarence und Alabama kam der behutsame Hinweis allerdings leider zum falschen Zeitpunkt und die Stimmung war erst einmal dahin. Da sie aber ein Zimmer zur Übernachtung gebucht hatten, konnten sie ihr Stelldichein einfach aufs Zimmer verlegen. Dorthin folgten wir ihnen noch für ein paar Minuten, ließen den Abend Revue passieren und sprachen über das Erlebte. Es hat uns alle vier absolut umgehauen. Wir waren euphorisch und zugleich zutiefst befriedigt. Für alle Beteiligten stand fest, dass wir das Erlebte gemeinsam weiter ausbauen möchten. Somit tauschten wir die Nummern aus und überließen Clarence und Alabama sich selbst, damit auch sie noch einmal den Gipfel erklimmen konnten...

Auch zum jetzigen Zeitpunkt können wir immer noch nicht realisieren, was wir da genau erlebt haben. Es war unbeschreiblich. Wir hätten uns niemals auch nur ansatzweise vorstellen können, auf Anhieb so ein vertrautes Gefühl zu einem anderen Paar zu entwickeln. Zumal wir auf der Party nicht den Eindruck hatten, dass wir auch nur annähernd ein so gut passendes Paar finden würden. Viele sprachen uns äußerlich nicht an und bei anderen hatten wir das Gefühl, dass die Chemie einfach nicht stimmte, vor allem da wir nicht auf die schnelle Nummer aus waren. Mit Clarence und Alabama hatten wir tatsächlich den Jackpot gezogen. Und hoffen auf viele weitere Erlebnisse mit den beiden...

Alabama hat angeboten, auch ihre Sicht auf das Erlebte zu schildern und für euch niederzuschreiben. Diesen Bericht findet ihr dann in geraumer Zeit an gewohnter Stelle. Bis dahin...

Gebt euch euren Schlafzimmerlaunen hin!

Bonnie & Clyde